“Dummer-Tourist-Aufschlag”
Da es heute nicht viel zu erzahlen gibt, hier mal was spannendes von den Nachtmaerkten. Es ist natuerlich klar, dass die Verkaufer auf den Maerkten so viel Geld wie moeglich vom reichen, westlichen Touristen rauspressen wollen. Die Methoden sind aber grob unterschiedlich. Ich persoenlich fuehle mich beleidigt wenn jemand fuer eine Jeans, die ich fuer 500 Bath irgendwo im Kaufhaus oder in Bangkok gesehen habe 5000 verlangt. Das ist schon grob unverschaemt.
Aber weiter im Basar-Lexikon: wir finden also zufaellig heute diesen Chiang Mai Nachtmarkt, den wir schon seit 2 Tagen abends suchen aber irgendwie immer dran vorbei fahren. Dabei ist der garnicht mal klein. Zu gross fuer mich und fuer Iryna wohl nicht in dieser Woche komplett zu durchschauen. Ich tippe auf gefuehle 40 Quadratkilometer!
Aber weiter: wir kommen also an einem Stand an, wo Jeans verkauft werden. Man will sich ja eindecken. An denen haengt ein Etikett mit dem “Preis”. 180 EUR… ja, richtig! 180 EUR! Und da der Verkaeufer ja so nett ist: “Look, 180 EUR in Germany! 180 EUR are 9000 Bath! I make special discount for you! Only 5000 Bath!” Ich meine feilschen, schoen ung gut. Touristen abziehen auch. Aber das zehnfache des ueblichen Preises zu verlangen ist schon arg dreist. Aber solange es Leute gibt, die denken “Wow! Zuschlagen!” wird man es wohl auch weiter nach dieser Art versuchen.
Gegenbeispiele gibt es auch: irgendwann weiss man wieviel der niedrigste Preis ist, den die Verkaeufer fuer einen Artikel akzeptieren. Man hat ja einige Staende lang gefeilscht. Und wenn man dann bei “How much?” einen vernuenftigen Preis genannt bekommt ist es doch ganz nett mal nicht fuer einen vertrottelten Touristen gehalten zu werden, den man am besten so schnell wie moeglich ausnehmen sollte. Alles andere hinterlaesst einfach einen faden Beigeschmack.
Gleiches bei der vielgelobten Thai-Massage aus dem Reisefuehrer. Der “Geheimtipp”… wenn mir jemand nach der teuren Massage (teurer im sinne von: mehr als normal ueblich) hinterher rennt und andauernd “Money, money. Cheap!” sagt fuehle ich mich zumindest nicht mehr wohl. Fuer mich das Fazit: Plaetze, die in den Reisefuehrern gelobt werden einfach meiden. Das im Reisefuehrer gelobte Sandwitch von “Amazing Sandwitch”-Imbiss kam auch mit einem satten “Ich werde in einem Reisefuehrer erwaehnt”-Aufschlag daher.
Ansonsten haben wir heute eine “Thai-Kantine” gefunden, wo die Studenten zu Mittag essen. 20 Bath fuer eine Portion, egal was, bei super Geschmack… es gibt also auch positive Erfahrungen. Und das ueberwiegend, aber leider nicht ausschliesslich. Wie ueberall halt. Aber hier kostet einen ein “Fehler” vielleicht ein paar EUR und ist zu verschmerzen. Alles in allem sind wir jedoch sehr zufrieden in Chiang Mai. Wenn man die Touristen-Gegenden etwas meidet trifft man sehr, sehr nette Leute. Ich wette es waere in Kambodscha genauso.
Adventure in Chiang Mai
Ausserdem haben wir heute eine Trekking Tour gebucht. Da wir den ungefaehren Preis schon wussten war feilschen diesmal sehr lustig. “Oh, you know. Hahah! Okay. This is the price for you!”. Ein Tag Trekking, Elefanten reiten, Wasserfaelle und Leute aus Doerfern begaffen. Dann zurueck in einer Stunde den Strom runter mittels Rafting auf einem Schlauchboot und Bambus-Floss. Die Agentur scheint serioes zu sein. TAT-Lizenz, entsprechenden englisch-sprechenden Guide, Rettungswesten, Verpflegung. Ich bin mal gespannt. Konnte Iryna nur mit Muehe dazu ueberreden nicht die “Long-Neck”-Frauen begaffen zu gehen. Haette irgendwas von einem Zoo.
Aber hez, Alex: hier gibt es fuer einen Spottpreis Offroad-Buggies mit Track, Go Karts, Paintball und andere Aktivitaeten. Schau dich mal um, waere viell. tatsaechlich was fuer dich: http://www.chiangmai-xcentre.com/ - die Preise sind Verhandlungsbasis und dienen auf der Seite nur als “Anhaltspunkt”. Vielleicht zahlt das tatsaechlich jemand
So. Genug geschreibsel. Auch wenn das Internetcafe bequem (Ledersitze, schnell) und billig (12 Bath pro Stunde im Vergleich zu 120 Bath pro Stunde in Ko Tao) ist, machen wir uns auf dem Weg um irgendwas essbares zu finden! Bis morgen.